Die Geschichte von Rhinwaldsounds

 

 Es war einmal in der Löwengruppe im Kindergarten zu Kappel. Die Musik war noch Geschrei und der Sandkasten ihre große Bühne. Schon damals probte Dominik Binnig seine bis heute einzigartigen Adlips. Stücke wie "kleines Senfkorn Hoffnung" veredelte Enrico Wieber, bei der wöchentlichen Gesangstunde, mit feinsten Harmonien. Ein Tennisschläger umgeschnallt, so komplettierte Dominik Büchele mit abgefahrenen Fingerpickings das Trio.

 

Diese Zeit endete leider viel zu schnell und der harte Alltag des Grundschullebens überrumpelte die Buben. Sie wurden nun erstmals mit Hochdeutsch konfrontiert. Auf schmerzhafte Weise mussten sie erfahren, dass ihr geliebter alemannischer Dialekt nicht im Deutschunterricht akzeptiert wird. So hagelte es eine 5 nach der anderen. Vergeblich versuchte man ihnen ihr "Gebabbel" auszutreiben.

Doch "Gschwätz" bleibt "Gschwätz" und so verabschiedeten sich die Sänger auf die weiterführende Schule.

 

Die Pubertät traf das Trio auf`s härteste. Pickel sprießten und die Hormone spielten verrückt. Man versuchte sich an ersten Liebesliedern um seinem Schwarm zu imponieren. Leider fanden die Balladen, die man im Mondschein vor dem Fenster der "einen" zum Besten gab nicht immer anklang (vor allem bim Vadder...). So mussten die Jünglinge lernen mit Zurückweisungen umzugehen. Aus Dur wurde Moll und das Leben war schwer.

Der langersehnte Schulabschluss rückte näher und mit wachsendem Flaum wurden die Nächte länger. Es gab kein Fest in der Umgebung auf dem man das Trio nicht antraf, Der Proberaum wurde schon längst zum Partykeller umfunktioniert. Doch die Musik blieb.

 

Nach absolviertem Abschluss und den ersten Schritten im Arbeitsleben rief die Kreisliga. Die Kreuzbänder rissen, die Muskeln zerrten und die Leber jauchzte. Im Gegensatz zur Fußballerkarriere nahm die Musik professionellere Züge an. Durch die immer wiederkehrenden Verletzungspausen traf man das Trio des öfteren im "Rhinwald" an. Nach einer Nacht am Lagerfeuer und einigen "Schorli" hatten sie auch endlich den passenden Namen gefunden.

 

Rhinwaldsounds

 

...und wenn sie nicht gestorben sind, musizieren sie noch Heute.